Nachhaltigkeit im Ladenbau

Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich inzwischen durch sämtliche Branchen, auch der des Ladenbaus. Hier liegt großes Potenzial, denn ein Ladengeschäft einzurichten ist ein großes Projekt mit vielen umweltschonenden Ansatzpunkten. Mehr zum Thema Nachhaltigkeit im Ladenbau gibt’s jetzt!

Ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit im Ladenbau, auch unter dem Begriff Shopfitting bekannt, liefert das Unternehmen United Colors of Bennetton. Hier nutzte man für die Gestaltung eines neuen Ladenlokals im italienischen Florenz fast ausschließlich Upcycling-Materialien. Für den Fußboden zum Beispiel kam Altholz zum Einsatz, welches von Buchen stammte, die einem Sturm nicht standgehalten hatten. Die Vorhänge der Umkleidekabinen gestalteten die Designer aus Resten der Textilindustrie, Teile des Kassenbereichs kleidet künftig Flusskies aus. Natürlich gehen die Ansätze der Nachhaltigkeit bei der Modekette weit über die Einrichtung hinaus. Auch Kleidung und Accessoires sind inzwischen überwiegend aus recycelten Rohstoffen gefertigt. Das erweckt nicht nur beim Verbraucher ein gutes Gefühl. Es schenkt auch Vertrauen in die Fähigkeit, zum Umweltschutz einen großes Teil beizutragen.

Einfach einen anderen Ansatz wählen

Für die Überzeugung, den Ladenbau wirklich nachhaltig zu gestalten, reichen oft die Ideen allein nicht aus. Wichtig für die Erbauer ist außerdem die Frage, wo die entsprechenden Upcycling-Materialien zu bekommen sind. Hier ist die Industrie inzwischen einen großen Schritt weiter. Einige Hersteller haben sich nämlich darauf spezialisiert, genau diese Werkstoffe zu liefern. Manche von ihnen haben sogar gleich ganze Möbel im Programm. Das macht den Job insgesamt viel einfacher und es zeigt, wie wichtig die Vorstöße der Industrie sind. Überall dort, wo Produkte keine Ausnahme sind, sondern zu Massenwaren mutieren können, erleichtert das den Einsatz enorm und bringt die Erkenntnis voran, dass es eben auch einfach anders geht.

Wie reagiert falsches Holz bezüglich der Nachhaltigkeit im Ladenbau?

Ein gutes Beispiel für die industrielle Fertigung ist das Unternehmen Really, einer Kvadrat Tochterfirma. Mit ihren „Solid Textile Boards“ zeigt das Unternehmen, dass textile Stoffe fast so robust sein können wie Holz. Neben Mittelraummöbeln und Kassentresen fertigt das Unternehmen auch Deckenskulpturen, um der individuellen Einrichtung so den letzten Schliff zu geben. Dank flexiblen Gestaltungsoptionen ist hier quasi nichts unmöglich und das sogar thermisch problemlos formbar ohne große Anstrengung. Runde Formen sind mit diesem neuen Werkstoff also auch kein Problem.

Industriezweige vernetzen sich und reduzieren damit Abfallprodukte

Das es immer wieder Überschneidungen zwischen unterschiedlichen Industriezweigen gibt ist längst, kein Zufall, sondern planbar und gewünscht. Wieso nicht aus alten Jeans neue Regale oder Vorhänge gestalten? Um an diese neuen alten Rohstoffe zu gelangen ist es nötig, dass sich die einzelnen Unternehmen gut vernetzen. Das spart dem Einen viel Aufwand für das Recycling, dem Anderen die aufwendige Suche nach geeigneten Rohstoffen, die eben schon da sind und nicht erst hergestellt und umständlich geliefert werden müssen. Ein Kreislauf entsteht der dauerhaften Nutzung, so geht tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes kein Faden mehr verloren.

Nachhaltigkeit im Ladenbau aus einer Hand

Schön ist es, wenn wirklich sämtliche Elemente für den Ladenbau aus einer Hand kommen. Doch ganz so weit ist man in der Branche noch lange nicht. Üblich ist, die unterschiedlichen Werkstoffe, wie Stoffe, Hölzer, Steine und Co aus verschiedenen Lieferquellen zu beziehen. Das bleibt auch erst einmal so. Wichtig ist trotzdem die Erkenntnis, dass es hier immer mehr Neuerungen gibt, immer dem Anspruch des Endkunden geschuldet, in Sachen Nachhaltigkeit etwas zu bewegen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Für die Umwelt, den Kunden und das gute Gewissen.

Das Beispiel des großen Modeherstellers zeigt, dass der Ansatz der Nachhaltigkeit im Ladenbau durchaus funktionieren kann, mit etwas Mühe und Erfindungsreichtum. Die kommenden Jahre werden zeigen, was noch alles möglich ist und welche komplett neuen Fertigungszweige sich aus der steigenden Nachfrage in diesem Segment ergeben. Bis dahin heißt es, selbst aktiv werden und die Augen offen halten, denn Alternativen zur Nutzung der üblichen Einrichtungs- und Gestaltungselemente gibt es genug. Und die Ergebnisse überzeugen in jedem Fall, nicht nur hinsichtlich der praktischen Nutzungsmöglichkeit in den unterschiedlichsten Betrieben, sondern auch in Sachen Design.

Bildurheber: leszekglasner

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